Ökologisch, nachhaltig produziert

Mit meinem Naturfotografiebuch möchte ich meinen Beitrag zum Umwelt-, Klima- und Tierschutz leisten. Dabei ist es mir nicht wichtig, ob die Druckerei ein Umweltsiegel hat. Wichtiger ist mir Vertrauen und Transparenz. Daher arbeite ich mit einem regionalen Medienunternehmen zusammen, das Printprodukte auf besonders nachhaltige, faire und innovative Weise hergestellt. So bekommt mein Buch keine umweltschädliche Folienverpackung. Die Lesebändchen und die Fadenheftung werden nicht aus Plastik sein. Das Buchcover wird nicht foliert, und der Titel umweltschonend geprägt. Für den Druck werden Biofarben auf Basis nachwachsender Rohstoffe verwendet.

Eines der größten Probleme der heutigen Buchproduktion ist, dass diese wenig umweltfreundlich ist.

Das fängt beim Papier an. Fast jeder zweite industriell gefällte Baum weltweit wird zu Papier verarbeitet. Das Traurige dabei ist, dass man beim Kauf eines Papierproduktes nicht automatisch sicher sein kann, dass dabei illegaler Holzeinschlag und Raubbau ausgeschlossen sind. Auch Papiere aus nachhaltiger Forstwirtschaft und FSC-Papiere sind davon betroffen. Das Papierproblem geht soweit, dass Recyclingpapiere aufgrund hoher Nachfrage, aus Frischfaserpapieren hergestellt und sozusagen „gefaked“ werden.

Aus diesem Grund habe ich mich für Graspapier entschieden, dass zu 40% aus Grasfasern (dessen Rohstoff von heimischen Wiesen gewonnen wird) und zu 60% aus Holzfrischfasern besteht und in Deutschland produziert wird.
Graspapier wird umweltschonend ohne den Einsatz chemischer Zusatzstoffe und Wasser rein mechanisch aufbereitet. Es enthält keine unerwünschten allergenen oder dermatologischen Nebenwirkungen.

Druckfarben im Offsetdruck bestehen aus Pigmenten, Harzen, Mineralölen und Additiven. Mineralöle sind zwar günstig, werden jedoch aus Erdöl destilliert und das hat wiederum einen negativen Einfluss auf Mensch und Natur.  Der Gebrauch von Chemikalien und Lösungsmitteln lässt sich beim Druckprozess zum heutigen Stand leider noch nicht gänzlich vermeiden, dennoch ist es mein Anspruch, den Einsatz so gering als möglich zu halten.

Aus diesem Grund habe ich mich „Biotinten“ auf Basis nachwachsender Rohstoffe entschieden!

Bindung und Einband in der Buchbinderei.  Fadenheftungen und Lesebändchen werden heute meistens aus Kunststoff hergestellt und Buchcover „veredelt“ man vielfach mit Lacken und Folien, Auch hier steht also das Thema Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit eher hinten an, so sind einige Bestandteile eines solchen herkömmlich produzierten Buches sogar ein Fall für den Sondermüll.

Mein Naturfotografiebuch möchte ich umweltfreundlicher produzieren lassen. Daher wird es in einer regionalen Buchmanufaktur gedruckt und gebunden werden, die sich auf einen ökologischen Herstellungsprozess spezialisiert hat. Zudem ist für mich wichtig, dass ein regionaler Partner mein Buch produziert, um lange Produktionswege zu vermeiden. Die übliche Verfahrensweise in China zu drucken, in Polen zu binden und in Spanien veredeln zu lassen, ist für mich nicht zukunftsweisend!

Ich möchte zeigen, dass umweltverträglich produzierte Bücher eine besondere Ästhetik haben und das Naturfotografie auch Umweltschutz bedeutet.